Muster individueller Sanierungsfahrplan |
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Viele Eigentümer interessieren sich für einen individuellen Sanierungsfahrplan, möchten aber zunächst verstehen, wie das Ergebnis eigentlich aussieht. Deshalb wird häufig nach Begriffen wie „Muster-iSFP“, „individueller Sanierungsfahrplan Beispiel“ oder „wie sieht ein iSFP aus“ gesucht.
Genau diese Frage beantworten wir in diesem Beitrag. Wir zeigen anhand eines anonymisierten Muster-Sanierungsfahrplans, wie ein iSFP typischerweise aufgebaut ist, welche Informationen enthalten sind und welchen konkreten Nutzen das Dokument für spätere Sanierungsentscheidungen bietet. Das dargestellte Muster dient ausschließlich der Orientierung. Jeder individuelle Sanierungsfahrplan wird auf Grundlage der tatsächlichen Eigenschaften des jeweiligen Gebäudes erstellt.
Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan?
Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist das Ergebnis einer energetischen Energieberatung für Wohngebäude. Er beschreibt den aktuellen energetischen Zustand eines Gebäudes und zeigt auf, mit welchen Maßnahmen sich die Energieeffizienz verbessern lässt.
Dabei verfolgt der iSFP zwei zentrale Ziele:
- Bewertung des energetischen Ist-Zustands
- Entwicklung einer langfristigen Sanierungsstrategie
Der besondere Vorteil besteht darin, dass sämtliche Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Eigentümer erhalten dadurch nicht nur einzelne Empfehlungen, sondern einen strukturierten Modernisierungsplan für die kommenden Jahre.

Warum suchen viele Eigentümer nach einem Muster-iSFP?
Bevor eine Energieberatung beauftragt wird, möchten viele Eigentümer wissen:
- Was bekomme ich am Ende eigentlich?
- Wie umfangreich ist das Dokument?
- Welche Informationen enthält der Fahrplan?
- Kann ich damit konkrete Entscheidungen treffen?
Diese Unsicherheit ist nachvollziehbar. Anders als ein Energieausweis oder ein Angebot eines Handwerksbetriebs ist der individuelle Sanierungsfahrplan vielen Eigentümern zunächst unbekannt.
Ein Muster-iSFP schafft Transparenz und ermöglicht einen realistischen Eindruck davon, welche Auswertungen, Grafiken und Empfehlungen später im eigenen Sanierungsfahrplan enthalten sein können.
Muster eines individuellen Sanierungsfahrplans als PDF
Sie möchten sich einen Eindruck verschaffen, wie ein individueller Sanierungsfahrplan in der Praxis aussieht?
Laden Sie hier einen vollständig anonymisierten Muster-iSFP herunter. Das Dokument zeigt den typischen Aufbau eines Sanierungsfahrplans mit energetischem Ist-Zustand, Maßnahmenempfehlungen, Fahrplanseite, Kostenübersichten und Zielzustand nach der Sanierung.
Bitte beachten: Das folgende Muster dient ausschließlich der Orientierung und kann nicht auf andere Gebäude übertragen werden.
Wie ist ein individueller Sanierungsfahrplan aufgebaut?
Ein Blick auf einen typischen iSFP zeigt, dass das Dokument weit mehr enthält als eine einfache Maßnahmenliste.
1. Gebäudebeschreibung und Ausgangssituation
Zu Beginn werden die wesentlichen Gebäudedaten zusammengefasst:
- Baujahr
- Gebäudetyp
- Wohnfläche
- Heizsystem
- bisher durchgeführte Modernisierungen
- besondere bauliche Gegebenheiten
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für alle weiteren Bewertungen.
2. Energetischer Ist-Zustand
Ein zentraler Bestandteil ist die Bewertung des Gebäudes im aktuellen Zustand.
Dabei werden unter anderem betrachtet:
- Außenwände
- Dach
- Fenster
- Kellerdecke bzw. Bodenplatte
- Heizung
- Warmwasserbereitung
- Wärmeverteilung
- Lüftung
Die Ergebnisse werden meist farblich dargestellt und ermöglichen eine schnelle Einordnung der energetischen Qualität einzelner Bauteile.
3. Schwachstellenanalyse

Anschließend werden die energetisch relevanten Schwachstellen des Gebäudes aufgezeigt.
Typische Beispiele:
- ungedämmte Außenwände
- fehlende Dämmung im Dachbereich
- ältere Fenster
- veraltete Heizungsanlagen
- hohe Wärmeverluste über Kellerdecken
- fehlendes Lüftungskonzept
Diese Analyse bildet die Grundlage für die Entwicklung der Sanierungsstrategie.
4. Maßnahmenempfehlungen
Im nächsten Schritt werden konkrete Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen.
Beispielsweise:
- Dämmung der Außenwände
- Dachdämmung
- Fensteraustausch
- Dämmung der Kellerdecke
- Optimierung der Heizungsverteilung
- Erneuerung der Heiztechnik
- Einbindung erneuerbarer Energien
5. Zeitliche Einordnung und Priorisierung
Besonders hilfreich ist die sogenannte Fahrplanseite.
Hier wird dargestellt:
- welche Maßnahmen empfohlen werden,
- in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sein können,
- welcher energetische Effekt zu erwarten ist,
- wie sich der Zielzustand des Gebäudes entwickelt
Welche Informationen enthält ein iSFP?
Je nach Gebäude können die Inhalte unterschiedlich ausfallen. Typischerweise werden folgende Bauteile und Systeme betrachtet:
Dach
Das Dach beziehungsweise der obere Gebäudeabschluss gehört häufig zu den wesentlichen Wärmeverlustflächen.
Im iSFP werden unter anderem bewertet:
- vorhandene Dämmung
- energetischer Zustand
- mögliche Verbesserungen
Außenwände
Die Gebäudehülle hat erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf.
Typische Inhalte:
- Wandaufbau
- Dämmstandard
- Wärmeverluste
- empfohlene Sanierungsmaßnahmen
Fenster und Außentüren
Hier werden unter anderem betrachtet:
- Verglasung
- Rahmenqualität
- Luftdichtheit
- Sanierungspotenziale
Kellerdecke oder Bodenbereich
Der untere Gebäudeabschluss wird häufig unterschätzt.
Im Sanierungsfahrplan wird geprüft:
- Dämmzustand
- Wärmeverluste
- mögliche Dämmmaßnahmen
Heizung
Die Heizungsanlage wird detailliert bewertet.
Dazu gehören:
- Wärmeerzeuger
- Alter der Anlage
- Effizienz
- Zukunftsfähigkeit
Lüftung
Der iSFP betrachtet auch die Luftversorgung des Gebäudes.
Dabei kann beispielsweise bewertet werden:
- Fensterlüftung
- Lüftungskonzepte
- mögliche Lüftungsanlagen
Weitere Anlagentechnik
Je nach Gebäude werden zusätzlich betrachtet:
- Warmwasserbereitung
- Wärmeverteilung
- Speichertechnik
- erneuerbare Energien
Wie sieht ein individueller Sanierungsfahrplan aus?
Dies ist die Frage, die Eigentümer am häufigsten stellen.
Die meisten iSFP-Dokumente bestehen aus mehreren Seiten mit einer Kombination aus Texten, Grafiken und Kennwerten. Der Aufbau ist bewusst verständlich gehalten und richtet sich nicht ausschließlich an Fachleute.
Grafische Bewertung des Ist-Zustands
Bereits im vorderen Teil finden sich häufig Übersichten mit Symbolen und farbigen Bewertungen.
Dadurch lässt sich auf einen Blick erkennen:
- welche Bereiche energetisch schwach sind,
- wo bereits gute Standards vorhanden sind,
- wo der größte Sanierungsbedarf besteht.
Die Fahrplanseite als Herzstück des iSFP
Die Fahrplanseite ist für viele Eigentümer die wichtigste Seite des gesamten Dokuments.
Hier werden dargestellt:
- aktueller Zustand des Gebäudes
- empfohlene Maßnahmenpakete
- zeitliche Reihenfolge
- Entwicklung des energetischen Standards
- Zielzustand nach Abschluss der Sanierung
Dadurch entsteht eine klare Orientierung für die langfristige Modernisierung des Gebäudes.

Energiekennwerte
Typischerweise werden verschiedene Kennwerte ausgewiesen:
Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Energieverbrauch des Gebäudes auch die vorgelagerten Prozesse der Energieversorgung.
Endenergieverbrauch
Er beschreibt den Energiebedarf beziehungsweise den erwarteten Energieverbrauch für die Nutzung des Gebäudes.
CO₂-Emissionen
Viele Fahrpläne zeigen die Entwicklung der Emissionen zwischen Ist-Zustand und Zielszenario.
Maßnahmenpakete statt Einzelmaßnahmen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Maßnahmenpakete.
Dabei werden zusammengehörige Maßnahmen sinnvoll gebündelt.
Beispiele:
- Gebäudehülle verbessern
- Fenster austauschen
- Heiztechnik modernisieren
- erneuerbare Energien integrieren
Dadurch können Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und spätere Doppelarbeiten vermieden werden.
Darstellung von Kosten und Wirtschaftlichkeit
Ein iSFP enthält häufig überschlägige Kostendarstellungen.
Diese dienen vor allem der Orientierung und der strategischen Planung. Sie ersetzen keine konkrete Fachplanung und keine Angebote von Handwerksbetrieben.
Was viele Eigentümer überrascht
Ein individueller Sanierungsfahrplan verpflichtet nicht zur Umsetzung aller vorgeschlagenen Maßnahmen.
Er dient in erster Linie als Entscheidungs- und Planungsgrundlage. Welche Maßnahmen später tatsächlich umgesetzt werden, bestimmen die Eigentümer selbst.
Beispiel eines individuellen Sanierungsfahrplans
Betrachten wir ein typisches Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren.
Typische Schwachstellen
- ungedämmte Außenwände
- energetisch schwaches Dach
- ältere Fenster
- hohe Wärmeverluste im Kellerbereich
- ältere Gas- oder Ölheizung
Typische Maßnahmen
Schritt 1
- Kellerdecke dämmen
- Luftdichtheit verbessern
- Heizungsoptimierung
Schritt 2
- Fassadendämmung
- Fensteraustausch
Schritt 3
- Dachdämmung
Schritt 4
- Modernisierung der Heiztechnik
Schritt 5
- Nutzung erneuerbarer Energien
Je nach Ausgangssituation kann die Reihenfolge selbstverständlich abweichen.
Müssen alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden?
Nein.
Ein individueller Sanierungsfahrplan ist ausdrücklich darauf ausgelegt, Maßnahmen schrittweise umzusetzen. Eigentümer können Modernisierungen an:
- ihr Budget,
- notwendige Instandsetzungen,
- persönliche Lebensplanung,
anpassen.
Gerade deshalb wird der iSFP häufig als langfristige Orientierungshilfe genutzt.
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) ist 15 Jahre ab Ausstellungsdatum gültig. Innerhalb dieser Zeit können die im iSFP empfohlenen Sanierungsmaßnahmen schrittweise umgesetzt werden. Für förderfähige Einzelmaßnahmen können Sie dabei weiterhin die mit dem iSFP verbundenen Fördervorteile nutzen.
Welchen Nutzen bietet ein iSFP?
Orientierung
Wir erhalten einen klaren Überblick über den Zustand des Gebäudes.
Transparenz
Wir erkennen, welche Bauteile besonders sanierungsbedürftig sind.
Priorisierung
Wir können Maßnahmen in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.
Bessere Entscheidungsgrundlagen
Investitionen lassen sich langfristig planen und besser bewerten.
Förderfähigkeit einzelner Maßnahmen
Der Sanierungsfahrplan kann bei bestimmten Förderprogrammen eine Rolle spielen. Förderbedingungen ändern sich jedoch regelmäßig und sollten zum Zeitpunkt der Umsetzung geprüft werden.

Typische Missverständnisse rund um den Sanierungsfahrplan
„Der iSFP ist eine Verpflichtung zur Sanierung.“
Nein. Der Fahrplan ist ein Beratungsinstrument und keine Verpflichtung.
„Alle Maßnahmen müssen direkt umgesetzt werden.“
Nein. Die Umsetzung kann über viele Jahre verteilt erfolgen.
„Ein Muster-iSFP entspricht meinem Haus.“
Nein. Jeder Sanierungsfahrplan basiert auf den individuellen Eigenschaften des jeweiligen Gebäudes.
„Der iSFP ersetzt die Ausführungsplanung.“
Nein. Für die spätere Umsetzung sind in der Regel weitere Planungsleistungen erforderlich.
Was ein Muster-iSFP nicht zeigen kann
So hilfreich ein Muster auch ist: Es ersetzt niemals die individuelle Analyse eines Gebäudes.
Jedes Haus unterscheidet sich beispielsweise hinsichtlich:
- Baujahr
- Bauweise
- Dämmstandard
- Heiztechnik
- Modernisierungsstand
- Nutzerverhalten
Deshalb können Maßnahmen, Kosten, Reihenfolgen und Zielzustände von Gebäude zu Gebäude deutlich variieren.
Ein Muster-iSFP dient daher ausschließlich dazu, den grundsätzlichen Aufbau und den Informationsgehalt eines Sanierungsfahrplans kennenzulernen.
FAQ
Wie lange ist ein iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) gültig?
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) ist 15 Jahre ab Ausstellungsdatum gültig. Innerhalb dieser Zeit können die im iSFP empfohlenen Sanierungsmaßnahmen schrittweise umgesetzt werden. Für förderfähige Einzelmaßnahmen können Sie dabei weiterhin die mit dem iSFP verbundenen Fördervorteile nutzen.
Wichtig:
- Die 15 Jahre beginnen mit dem Datum der Erstellung des iSFP.
- Nach Ablauf der 15 Jahre gilt der iSFP für Förderzwecke nicht mehr. Für spätere Maßnahmen ist in der Regel ein neuer bzw. aktualisierter Sanierungsfahrplan erforderlich.
- Die Gültigkeit bleibt grundsätzlich auch bei einem Eigentümerwechsel bestehen, da der iSFP gebäudebezogen ist.
Ist jeder iSFP gleich aufgebaut?
Grundstruktur und Darstellungsform sind weitgehend vorgegeben. Die konkreten Inhalte, Maßnahmen und Ergebnisse unterscheiden sich jedoch je nach Gebäude erheblich.
Wer darf einen iSFP erstellen?
Ein individueller Sanierungsfahrplan wird von entsprechend qualifizierten Energieberatern erstellt. Dies ist im Hinblick auf die Beantragung staatlicher Fördermittel besonders wichtig, denn für die Antragstellung bei KfW oder BAFA ist die Konsultation eines spezialisierten Energieeffizienz-Experten essentiell. Energieeffizienz-Experten müssen von der deutschen Energieagentur (dena) gelistet sein.
Fazit
Ein Muster eines individuellen Sanierungsfahrplans hilft dabei, die Ergebnisse einer Energieberatung besser zu verstehen. Eigentümer erhalten dadurch einen realistischen Eindruck davon, wie ein iSFP aufgebaut ist, welche Informationen enthalten sind und wie Sanierungsmaßnahmen strukturiert geplant werden können.
Gleichzeitig bleibt jeder Sanierungsfahrplan ein individuelles Dokument, das speziell für das jeweilige Gebäude erstellt wird. Wer wissen möchte, welche Maßnahmen für das eigene Haus sinnvoll sein können, sollte die Ergebnisse immer auf Grundlage einer individuellen Gebäudebewertung betrachten.
Bei Fragen zum individuellen Sanierungsfahrplan oder zur energetischen Bewertung eines Gebäudes stehen wir gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
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